Dichtstofflexikon / IVD-Begriffe


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Anschlussfugen im Trockenbau
sind keine Wartungsfugen im Sinne der DIN 52 560 Fugen- und Glasabdichtungen; Begriffe.
Anstrichverträglichkeit
Anstrichverträglich nach DIN 52460 ist ein Dichtstoff, der bei Abdichtung auf mit Anstrichmitteln beschichteten Bauteilen, keine schädigenden Wechselwirkungen mit dem Anstrich oder den angrenzenden Bauteilen zeigt.
Dies gilt in gleicher Weise auch für einen nachfolgenden Anstrich der Bauteile, wobei das Anstrichmittel auf 1mm im Randbereich der Fuge begrenzt werden muss.
Eine Prüfung erfolgt nach DIN 52452-4, Prüfmethoden A1und A2.
Anwendbarkeitsnachweise
Darunter versteht man z.B. die Allgemeinen Bauaufsichtlichen Prüfzeugnisse (ABP) und die Allgemeinen Bauaufsichtlichen Zulassungen (ABZ).
Ü-Zeichen
Erst wenn die Verwendbarkeit mit dem entsprechenden Nachweis durch die Allgemeine Bauaufsichtliche Zulassung oder das Allgemeine Bauaufsichtliche Prüfzeugnis erbracht ist, erfolgt die Kennzeichnung dieses Bauproduktes mit dem Übereinstimmungszeichen (Ü-Zeichen) deutlich sichtbar auf der Verpackung.
Überstreichbarkeit
Überstreichbar nach DIN 52460 ist ein Dichtstoff, der ganzflächig überdeckend mit einem oder mehreren Anstrich(en) beschichtet werden kann, ohne dass sich schädigende Wechselwirkungen ergeben.
Eine Prüfung erfolgt nach DIN 52452-4, Prüfmethode A3.
Baustoffklasse normalentflammbar
Baustoffklasse B2 nach DIN 4102-4
Baustoffklasse C und D nach DIN EN 13501-1
Dichtstoffe im Sinne von DIN EN 26 927, ungeschäumt, auf Basis Polyurethan ohne Teer- oder Bitumenzusätze sowie Polysulfid, Silikon, Hybrid-Polymer und Acrylatdispersion, eingebaut zwischen Baustoffen mindestens der Klasse B2, sind als normalentflammbar, Baustoffklasse B2, eingestuft und in DIN 4102-4 unter Abschnitt 2.3.2 p gelistet. Daher muss dieses Brandverhalten nicht für jedes Produkt einzeln nachgewiesen werden. Im Bauwesen eingesetzte Baustoffe müssen in Deutschland mindestens die Baustoffklasse B2 erfüllen.
Baustoffklasse schwerentflammbar
Baustoffklasse B1 nach DIN 4108-4
Baustoffklassen B und C nach DIN EN 13501-1
Die Anforderung B1 bzw. B und C für spritzbare Dichtstoffe ist im Bauordnungsrecht der Bundesländer nicht geregelt und wird jeweils vom Architekten oder von der ausschreibenden Stelle verlangt bzw. vorgeschrieben.

Die DIN 4102 regelt als nationale Norm die Verwendbarkeit von Bauprodukten und Bauarten in Bezug auf die zu erfüllenden Brandschutzanforderungen.
Die DIN EN 13501 regelt als europäische Norm die Verwendbarkeit von Bauprodukten und Bauarten.

Baustoffklassen
Siehe Brandverhalten von Baustoffen.
Bauteilprüfung
Die Prüfung erfolgt nach genormten Vorgaben, die z.Zt. in DIN 4102 Teil 2 festgelegt sind. Das ermittelte Brandverhalten von Bauteilen wird als Feuerwiderstand bezeichnet und angegeben.
Der Feuerwiderstand eines Bauteils ist die Mindestdauer in Minuten, während der das Bauteil die Forderungen der DIN 4102 erfüllt. Feuerwiderstände werden als ganzteilige Vielfache von 30 Minuten angegeben.

Da die verschiedenen Bauteile entsprechend ihrer Konstruktion und Belastbarkeit unterschieden werden, ist die DIN 4102 in mehr als 20 Teile unterteilt. Die Feuerwiderstandsdauer wird dann angegeben z.B. mit

F 90 für Bauteile, die Lasten aufnehmen
W 90 für Brandwände, nicht tragende Außenwände, Brüstungen
G 90 für Brandschutzverglasungen
I 90 für Installationsschächte
S 90 für Kabelabschottungen
T 90 für Feuerabschlüsse (Türen)
R 90 für Rohrabschottungen

Die Feuerwiderstandsdauer (Feuerwiderstandsklassen) gilt nur für Bauteile. Dichtstoffe sind keine Bauteile, daher sind Dichtstoffe allein nicht in Feuerwiderstandsklassen einzuordnen. Wird eine Fuge in einem Bauteil bestimmter Feuerwiderstandsdauer ausgeführt, so muss die Fuge mindestens die gleiche Feuerwiderstandsdauer wie das umgebende Bauteil aufweisen (siehe auch „Brandverhalten" und „Feuerwiderstand").

Elastischer Dichtstoff
Dichtstoff, der nach der Verarbeitung vorwiegend elastische Eigenschaften aufweist.
Die durch Fugenbewegungen verursachten Spannungen im Dichtstoff sind annähernd proportional der Beanspruchung.
Haftkleber für Butyldichtungsbänder
Haftkleber sind lösemittelhaltige, nichtreaktive, filmbildende Haftvermittler (Grundierungen), die zwischen Butyldichtungsband und Substrat, vor allem auf saugfähigen Untergründen zum Schließen von Poren und Unebenheiten aufgetragen und anschließend ausreichend abgelüftet werden müssen.
Prüfzeichen PA III-Nummer
Einem Dichtstoff, der die Prüfung DIN 4102 Teil 1 nach den Anforderungen der Klasse B1 bestanden hat, wird auf Antrag bei einer akkreditierten Materialprüfanstalt eine Zulassung zur Verwendung im Brandschutz (Verwendbarkeitsnachweis) erteilt. Mit dieser Zulassung ist eine regelmäßig wiederkehrende amtliche Fremdüberwachung mit Brandprüfung beim Dichtstoffhersteller verbunden. Als äußeres Kennzeichen wird dem Produkt eine PA III-Nummer vergeben, die auf der Verpackung und im Datenblatt angegeben werden muss. Auf diese Kennzeichnung muss geachtet werden, wenn ein Dichtstoff im Brandschutz eingesetzt wird.
Wasserdampfdurchlässigkeit
Die Wasserdampfdurchlässigkeit wird durch den µ-Wert beschrieben. Dieser ist ein einheitsloser Faktor und gibt an, wievielmal diffusionsdichter z.B. ein Dichtband verglichen mit der gleichdicken ruhenden Luftschicht ist. Multipliziert man den µ-Wert mit der tatsächlichen Schichtdicke in Metern, so ergibt das den Sd-Wert(m), die äquivalente Luftschichtdicke.
Der Sd-Wert besagt dann, dass dieses Bauteil so dicht ist, wie x Meter ruhende Luft.
Ab Werk
ex factory / ex works
départ usine
Ab Werk
Abbinden
to set / cure
mettre / durcir
Abbinden
Abdeckband
Einseitig klebendes Band, mit dem solche Flächen abgedeckt werden, die von einer Verunreinigung, z.B. mit Klebstoff, freigehalten werden sollen.
Abdeckende Abdichtung
Abdichtungsart, bei der streifenförmig über Fugen und Stoßstellen von Bauteilen selbstklebende Butylbänder aufgetragen werden, die den Fugen- und Stoßbereich in bestimmten Breiten abdichtend überdecken.
Abdeckung
architrave / shutter / cover
couvre-joint

Montageteil, das an Futter, an Stöcken bzw. Zargen so angebracht wird, dass die Fuge zwischen Futter, Stock bzw. Zarge und der angrenzenden Wand abgedeckt ist.
Abdichten
to seal
calfeutrer / étancher
Einbringen geeigneter Stoffe in eine Fuge, um das Eindringen von Feuchtigkeit und/oder Luft zwischen Bauelementen, Bauteilen und Bauwerksteilen aus gleichen oder unterschiedlichen Baustoffen zu verhindern. (DIN EN 26927:1990)
Abdichtung
seal
isolation / joint
Die Abdichtung verhindert das Eindringen von Wasser und/oder Zugluft zwischen Bauteilen aus gleichen oder verschiedenen Baustoffen.
Abdichtungs-Systeme
Neben spritzbaren Dichtstoffen können je nach Anforderungen an die Fugen und ihrer Konstruktion weitere Produkte zum Einsatz kommen: imprägnierte Dichtungsbänder aus Schaumkunststoff, Abdichtungsfolien, Elastomer-Fugenbänder, Fugenprofile.
Abdichtungsmittel
sealing compound / sealant
mastics d'éanchéité
Werkstoffe oder Bauteile, die dazu bestimmt sind, Auffangräume oder Behälter abzudichten.
Abfüllanlage
filling plant
place de conditionnement
Abfüllplatz einschl. Abgabeeinrichtung
Abfüllplatz
filling station
place de conditionnement
Wirkbereich mit Ablauf- oder Staufläche
Abglätten
tooling / to tool
serrage / lissage / lisser
Verfahren, um den Dichtstoff nach der lisser Verarbeitung in die Fuge zu pressen, damit die Haftung zwischen Dichtstoff und Fugenflanken sichergestellt wird, und um das Aussehen der Fugenoberfläche zu verbessern. (DIN EN 26927:1990)
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