8 Ausführung der Verfugung

Grundlage sind die jeweiligen Zulassungen in Verbindung mit den spezifischen Ausführungsanweisungen bzw. Technischen Merkblättern der Hersteller
Allgemeine Grundsätze der Ausführung:
  • Vorhandensein eines Fugenplans gemäß Pkt. 6
  • Einhaltung der max. zulässigen Fugenbreite
  • Bei Beton- Dichtkonstruktionen muss der Beton der Kontaktflächen zum Zeitpunkt des Verfugens mindestens 70 % der 28-Tage-Festigkeit erreicht haben und mindestens 7 Tage alt sein Fugenflanken müssen oberflächig trocken sein und dürfen keine Verunreinigungen aufweisen.
  • Die Fugenkammer muss so tief sein, dass das Hinterfüllmaterial aufgenommen und eine ausreichende Tiefe des Dichtstoffs gewährleistet werden kann.
  • Als Hinterfüllmaterial sind nicht Wasser saugende Rundschnüre einzusetzen. Diese müssen komprimiert eingebaut werden, um einen ausreichenden Widerstand beim Einbau von standfesten Dichtstoffen bzw. die Dichtigkeit beim Einbau von selbstverlaufenden Dichtstoffen zu gewährleisten.
  • Die Zuordnung der Primer zu den Kontaktmaterialien ist zu beachten.
  • Die Oberflächentemperatur der Bauteile im Fugenbereich während des Einbaues der Primer und der Dichtstoffe muss mindestens 3 °C über der Taupunkttemperatur liegen
  • Bei Bauteiltemperaturen unter 5 °C und über 40 °C darf nicht verfugt werden.
  • Die Ablüftzeit der Primer, (Zeitraum vom Einbau bis zum Antrocknen) ist den Herstellerangaben gemäß einzuhalten.
  • Die offene Zeit (maximal zulässiger Zeitraum, innerhalb dessen der Dichtstoff am abgelüfteten Primer eingebaut sein muss) darf nicht überschritten werden.
  • Mehrkomponentige Dichtstoffe müssen vor dem Einbau homogen, unter Vermeidung von Lufteintrag nach Herstellerangaben, vermischt werden.
  • Der Dichtstoff ist möglichst blasenfrei einzubauen. Standfeste Dichtstoffe müssen in Kontakt mit der Haftflanke gebracht werden, bevor die Oberfläche mit Glätthilfsmittel geglättet wird.
  • Eine chemische und mechanische Belastung des Dichtstoffs darf erst nach vollständigem Durchhärten erfolgen. Dabei sind die Angaben der Hersteller für die unterschiedlichen Systeme zu berücksichtigen.

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